Feiertage im Schmugglernest
Dunkle Gestalten schlichen noch in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts um das Weisse Rössl im Südtiroler Lichtenberg, gleich unter der malerischen Schlossruine. In ihren Rucksäcken befanden sich Zigaretten und Waren aus dem nahen Münstertal in der Schweiz.
Die Schmugglertouren über die schmalen Steige, durch dichte Latschenfelder gut getarnt, halfen den Vinschgauern nach dem Krieg, sich ihren Lebensunterhalt als „Outlaw“ zwischen Italien und der Schweiz aufzubessern. Ein nicht ungefährliches Unternehmen, vorbei am Zoll und den Carabinieres.
Viel Geschichte schrieb das kleine Relaishotel, das zu Zeiten der Fugger um 1480, als Herberge für Händler, Kutscher und Zugpferde erbaut wurde. Noch heute weiß die Rösslwirtin Fanny spannende Geschichten aus alten Schmugglertagen zu berichten, was ihre Gäste bei einem Südtiroler Roten durchwegs mit Freude genießen.
An kalten Winterabenden versammelt sich die fröhliche Gästeschar in der gemütlichen 500 Jahre alten Gotischen Stube mit Kachelofen, um sich den kreativen Gaumenfreuden des jungen Chefkochs hinzugeben und den Geschichten von damals zu lauschen. Wer möchte kann über die Weihnachtszeit sein Wintermärchen in einer der modernen Suiten oder Gästezimmer erleben.
Eine Woche gibt es ab 722,- Euro - inklusive 4-gängigem Gaumengenuss, Punsch und Bratäpfeln am Nachmittag zum Aufwärmen nach einem weißen Aktivtag.
Mehr zur Rösslweihnacht findet man unter weisses-roessl.bz.it, Kontakt unter Tel. +39 0473 618 284.
Web: weisses-roessl.bz.it














