Medien: Kinder mit Bildern aus Haiti nicht allein lassen
Die schrecklichen Bilder von der Erdbebenkatastrophe in Haiti beherrschen derzeit die Medien und vor allem das Fernsehen. Schau hin rät Eltern dazu, mit ihren Kindern über die Ereignisse zu sprechen.
Ein Mann hält seine schwer verletze Tochter im Arm, aus den Trümmern einer Schule werden verunglückte Kinder geborgen: Die Bilder von den vielen Toten und Verletzten, den zerstörten Häusern und dem Leid der Überlebenden beschäftigen Kinder sehr und beunruhigen sie.
Besonders schlimm ist es, wenn sie sehen wie andere Kinder leiden müssen. In Haiti stellen Kinder und Jugendliche etwa die Hälfte der betroffenen Bevölkerung.
Kinder sind häufig noch nicht in der Lage, solche Fernsehnachrichten für Erwachsene zu verstehen und einzuordnen, sondern die schrecklichen Bilder ängstigen sie.
Das kann sich ganz unterschiedlich ausdrücken. Manche Kinder verstecken sich, andere werden aggressiv oder haben Schwierigkeiten beim Einschlafen oder wenn sie alleine sind. Als Faustregel gilt daher, Kinder unter 10 Jahre sollten keine Nachrichten für Erwachsene anschauen.
Aber auch wenn Kinder nicht Erwachsenennachrichten sehen, kommen sie vielfach mit den Bildern und den Meldungen der Erdbebenkatastrophe aus Haiti in Berührung.
Ob im Gespräch mit Klassenkameraden auf dem Schulhof, beim Surfen im Internet oder auf den Titeln von Zeitungen am Kiosk – die Haiti-Katstrophe und andere Schreckensmeldungen in der Zukunft sind allgegenwärtig.
Weitere Informationen zum kindgerechten Umgang mit dem Fernsehen und anderen elektronischen Medien finden Eltern und Interessierte auf www.schau-hin.info.
Autor am 24.Januar 2010:
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Sigrid Schwarze
(MEDIA LOTSE - Agentur für PR, Konzeption und Planung)
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