Achtung Mädels: Modische Rückensünden
Nicht alles, was schick aussieht, tut auch Deinem Körper gut. Besonders der Rücken nimmt den einen oder anderen Modetrend übel und reagiert mit Schmerzen, Verspannungen und Verformungen. „Besonders junge Mädchen, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, sollten sich über die gesundheitlichen Auswirkungen diverser Trends Gedanken machen“, warnt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga e.V. aus München.
Knappe Shirts und tief sitzende Hüfthosen, die die Körpermitte betonen, stehen bei jungen Mädchen nach wie vor hoch im Kurs. Was viele dabei vergessen: „Bauchfrei“ bedeutet gleichzeitig auch „rückenfrei“. Neben Verkühlungen und Nierenproblemen löst zu kurze oder zu dünne Kleidung oft Rückenschmerzen aus. Fest geschnürte Korsagen, die seit einiger Zeit ein Comeback erleben, sind ebenfalls Gift für den Rücken. Andauerndes Tragen und permanente Einengung führen zur Degeneration der Muskeln. „Einsetzende Rückenschmerzen signalisieren eindeutig, dass die Korsage den Körper zu stark einengt“, erklärt Dr. Schneiderhan.
Überdimensionale XXL-Taschen bleiben auch weiterhin angesagt. Doch der große Stauraum verführt dazu, sie zu voll zu packen. „Einseitig über die Schulter gehängt, bringen schwere Taschen die Wirbelsäule aus dem Gleichgewicht. Für ausgedehnte Einkaufstouren eigenen sie sich eher nicht“, erklärt Dr. Schneiderhan. Deshalb empfiehlt es sich, den alltäglichen Begleiter gelegentlich zu entrümpeln. Um ein Abrutschen von der Schulter zu vermeiden, spannen Taschenträger automatisch die Muskulatur an – es folgen Muskelverkürzungen und schmerzhafte Verspannungen. Berufsbedingt leiden vor allem Fotografen mit ihrer umfangreichen Ausrüstung unter diesen Symptomen. Durch das vermehrte Tragen von schweren Laptop-Taschen weitet sich das Krankheitsbild inzwischen rasant aus. „Um den Rücken zu schonen, lohnt es sich, die Trageseite öfter zu wechseln oder schwere Gegenstände durch eine zweite Tasche in der anderen Hand auszulagern“, schlägt Dr. Schneiderhan vor. Besonders rückenfreundlich sind Rucksäcke, die die Wirbelsäule gleichmäßig belasten. Aber auch Taschen, deren Riemen quer über die Brust verläuft, schonen den Rücken.
Vorsicht gilt auch beim Schuhkauf. Häufiges Tragen von High Heels begünstigt Fußverformungen und verkürzt die Achillessehne. Ebenso bringen hohe Absätze die Wirbelsäule aus dem Gleichgewicht, da sie eine Fehlstellung des Beckens und einen unnatürlichen Bewegungsablauf begünstigen. Beides wirkt sich auf den gesamten Rücken aus. Flache Sommerschuhe wie modische Ballerinas oder offene Riemchensandalen erweisen sich als rückenfreundlicher, zu dünne Sohlen federn Stöße beim Laufen auf hartem Asphalt aber oft nicht genügend ab – zulasten der Bandscheiben. „Beim Kauf auf eine gute, aber nicht zu starre Sohle und einen sicheren Halt achten“, rät Dr. Schneiderhan. Fuß- und rückenfreundliche Schuhe ermöglichen das richtige Abrollen und bieten genügend Platz für die Zehen. Um Rückenproblemen vorzubeugen, lohnt es sich, öfter mal den Schuh zu wechseln und zwischendurch barfuß zu laufen.
Auch wenn’s schade ist - High Heels also möglichst nur zu besonderen Anlässen tragen;-)
Web: orthopaede.com
Info:
Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen hat sich auf die Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen spezialisiert. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Diagnose- und Therapiekonzept, welches durch Fachärzte aus Orthopädie, Neurochirurgie, Chirotherapie und Anästhesie umgesetzt wird. Rückenbeschwerden behandeln die Experten mit modernsten Methoden, wie minimalinvasive Verfahren. Mit über 10.000 Wirbelsäulenkatheter-, 8.000 Bandscheibenlaser- und 12.000 Hitzesondentherapien gehören sie zu den erfahrenen Spezialisten in Deutschland. Seit kurzem bietet die Praxisklinik diese Verfahren – sofern eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist – auch für Kassenpatienten auf Krankenschein an.
Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der Praxisklinik, ist Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde. 2000 wurde er von der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. zum Präsidenten ernannt. Neben der Mitgliedschaft in vielen internationalen Fachgesellschaften führt er die Bezeichnung Algesiologe (Schmerztherapeut) mit Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.














