Vanity Fair vs. Park Avenue: Kreativ und billiger
Kaum erschienen, schon droht schon die erste Klage für Vanity Fair. Als Opfer sieht sich der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der im Heft mit nacktem Oberkörper gezeigt wird. Seit heute kursiert die Meldung, Grasser habe am vergangenen Freitag eine Klage gegen Vanity Fair angekündigt.
Das Magazin habe die Fotos ohne Genehmigung in der aktuellen Ausgabe abgedruckt. Die Fotos seien bei einem Shooting für die Ausgabe der L’Uomo Vogue (Italien) entstanden und waren, so Grasser, nicht für eine Veröffentlichung in der deutschen Illustrierten vorgesehen. Zudem seien Teile der Bilder für rein private Zwecke angefertigt worden. Grasser habe vorher entsprechende Interview-Anfragen von Vanity Fair abgelehnt.
Parallel dazu hat heute hat übrigens die Park Avenue den Kioskpreis auf Euro 1,- gesenkt. Gabriele Sass, Verlagsleiterin Park Avenue dazu: “Wir sehen Vanity Fair konzeptionell im Segment von Park Avenue und möchten jetzt den Lesern die Möglichkeit geben, zu gleichen preislichen Bedingungen ihre Entscheidung zu treffen.”
Nun, wir würden sagen, Vanity Fair bedankt sich bei Karl-Heinz Grasser für den erhöhten Wert an Aufmerksamkeit und sendet beste Grüße nach Österreich sowie an die Park Avenue. Ein ausreichendes Budget für Anwälte dürfte vorhanden sein. Und die Zweitverwertung von Kreativität und Bildern ist bei der Armada von Redakteuren keine wirkliche Schande. Oder?
Was man nicht alles für einen Euro bekommt…
Autor am 19.Februar 2007:
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Jan-Christopher Sierks
(MEDIA LOTSE - Agentur für PR, Konzeption und Planung)
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