Obama nutzt iPhone als Wahlkampfhelfer
Der demokratische US-Präsidentschaftsanwärter Barack Obama setzt auf das iPhone als Wahlkampfhelfer. Nachdem die Spitzenkandidaten beider Parteien im Verlauf der vergangenen Monate ihren Wahlkampf bereits verstärkt ins Internet verlagert haben, wollen sich Obama und sein Team nun auch das populäre Apple-Handy zunutze machen.
Wie BBC Online berichtet, wurde eine kostenlose Applikation für das iPhone entwickelt. Diese soll vornehmlich dazu dienen, die potenziellen Wähler in sogenannten “Swing States”, wo ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Demokraten und Republikanern erwartet wird, zu mobilisieren.
“Dieses Instrument ist dafür entwickelt worden, um die Menschen noch stärker in die Kampagne zur Veränderung des Landes einzubinden”, heißt es in Obamas Wahlkampf-Blog. Die Applikation habe in der Tat das Potenzial die Kampagne zu unterstützen, so Jason Grigsby, einer der Projektverantwortlichen. Der Einsatz mobiler Technologie, um Wählerstimmen zu sammeln und Menschen einzubinden, sei eine Möglichkeit für die Basis, große Wirkung zu erzielen. Die sogenannte “Call Friends”-Funktion soll im Endspurt des Präsidentschaftswahlkampfs noch einmal tausende zusätzliche Kontakte generieren, die auch in Stimmen für Obama umgewandelt werden können, wie die Demokraten hoffen.
Außerdem können die Demokraten-Anhänger mit der iPhone-Anwendung festhalten, welche Kontakte bereits angerufen wurden, für wen diese stimmen wollen und ob ein “Erinnerungsanruf” am Wahltag sinnvoll ist. Auch aktuelle Nachrichten zur Wahlkampftour, Videos und Fotos sind enthalten, um Freunde und Bekannte besser von Obama überzeugen zu können.
Das iPhone sei nur eine von verschiedenen mobilen Plattformen und viele Mio. Wähler hätten keines. Doch man stünde am Beginn einer neuen Welle mobiler Technologie und über die Obama-Kampagne werde deutlich, wie er diese Technologie nutzt, erklärt Raven Zachary, ebenfalls einer der Projektverantwortlichen. In Zukunft werde das zur Norm werden.
Auch abseits der Partei wird der Einsatz mobiler Kommunikationsmittel als zukunftsweisend betrachtet. “Seine Freunde nach den entscheidenden Bundesstaaten geordnet zu haben, ist etwas, dass ich zuvor bei keinem Politiker gesehen habe. Es ist ein Zeichen künftiger Hightech-Politik”, so Declan McCullagh, Journalist beim Branchenmagazin Cnet.
Bei den Demokraten hofft man indes, dass McCains Team in diesem Punkt bis zur Wahl nicht mehr nachziehen wird können. Jedenfalls konnte sich Obama im Laufe des Wahlkampfs einen Namen damit machen, wie er neue Technologien aufgreift und sorgte für Schlagzeilen, als er seinen Vizepräsidentschaftskandidaten Joe Biden per SMS vorschlug.
Quelle / Foto & Web: pte / barackobama.com
Autor am 04.Oktober 2008:
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Jan-Christopher Sierks
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